Ausstellung über Willy Zielke (1902 – 1989)
Kameramann und Filmemacher, Opfer der NS-Gesundheitspolitik in Herzogsägmühle
Willy Zielke (geb. 18.9.1902 in Lodz, gestorben 16.6.1989 in Bad Pyrmont)
Geplant ist die Entwicklung und Umsetzung einer Ausstellung im Diakoniedorf Herzogsägmühle, mit Programm und Vermittlungsangeboten für die Region. Konzipiert wird die Ausstellung von Verein für Dorfentwicklung und Landespflege Herzogsägmühle e.V. und dem Lernort Sozialdorf Herzogsägmühle, ausgehend auch von partizipativen Arbeitstreffen für Interessierte, um die Ausstellung zu entwickeln und durchzuführen.
Stationen Willy Zielkes im Rahmen der NS-Gesundheitspolitik:
14.12.1937 – 08.09.1938 im Wanderhof Herzogsägmühle
25.03.1937 – 08.04.1937 und
05.01.1939 – 21.08.1942 in der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar
Willy Zielke (geb. 1902 in Lodz) war zu Beginn des nationalsozialistischen Regimes Fotograf und Filmemacher in München. Als Patient mehrerer Psychiatrischen Kliniken in München, dem Schwabinger Krankenhaus, der Heil- und Pflegeanstalt Egfling-Haar und dem Sanatorium Neufriedenheim wurde er im Jahr 1937 Opfer der Zwangssterilisation. Nach einem Zwischenaufenthalt in der Zwangsfürsorgeanstalt Herzogsägmühle war er zu der Zeit der‚T4-Aktion wieder Patient in Eglfing-Haar. Zwischen 1939 und 1942 erlebte er dort eine Atmosphäre, in der auch die Mordaktion der dezentralen Euthanasie durch Aushungern, Medikamentengabe und Vernachlässigung möglich wurden.
Ziele der Ausstellung:
- Einblicke in Nationalsozialistische Gesundheitspolitik und deren Opfer
- Nationalsozialismus in unserer Region, Kunst im NS-Regime
- Demokratiebildung: Kriege reflektieren, Sensibilisierung, Aktualität
- Wanderausstellung mit partizipativen Angeboten
Unsere Grundlage bilden die umfangreichen Aktenbestände des Landesverbandes für Wander- und Heimatdienst.
Aufruf an Interessierte:
Falls Sie sich wissenschaftlich, über Ihre Arbeit, in Ihrem ehrenamtlichen Engagement, persönlich oder privat von dem Ausstellungsprojekt angesprochen fühlen, freuen wir uns von Ihnen zu hören.
Es finden z. B. auch regelmäßige Arbeitstreffen in Herzogsägmühle statt.
Zudem sind wir auf der Suche nach weiteren Ausstellungsorten in der Region für die Wanderausstellung! Termine sind ab Herbst 2026 frei.
Melden Sie sich gerne bei uns:
E-Mail: ns-unrecht@herzogsaegmuehle.de
Telefon: 08861 219-4438
Veranstaltungen
Offenes Arbeitstreffen:
Gestaltung einer Ausstellung zu Willy Zielke (1902 – 1989)
Termin: Mittwoch 22. April 2026, 15 – 17 Uhr
Ort: Seminarraum Jungkolonie, Werkstr. 2, Herzogsägmühle
Lasst uns gemeinsam eine Ausstellung gestalten und planen.
In einem offenen Treffen möchten wir gemeinsam Ideen sammeln für eine Ausstellung über Willy Zielke, Filmemacher und Kameramann, aber auch Opfer der NS- Gesundheitspolitik in Herzogsägmühle. Wir wünschen uns vielfältige Beiträge, die unterschiedliche Perspektiven auf die NS-Zeit und ihre Bedeutung für unsere Gegenwart sichtbar machen.
Jede*r ist willkommen – ob mit einer konkreten Idee im Gepäck oder einfach zum Zuhören und Inspirieren lassen.
Kontakt gerne auch per Mail: ns-unrecht@herzogsaegmuehle.de
Lasst uns gemeinsam ein Zeichen gegen das Vergessen setzen – für eine Gesellschaft, in der die Würde jedes Menschen an erster Stelle steht.
Save the Date: Eröffnung der Ausstellung
Freitag, 10. Juli 2026, 17 Uhr
Foyer Deckerhalle, Herzogsägmühle
Weitere Informationen und aktuelle Veranstaltungen zum Verein für Dorfentwicklung und Landespflege Herzogsägmühle e.V.
zur Website
Gefördert wird die Ausstellung im Jahr 2026 durch eine “Leader”-Förderung der Lokalen Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel und durch die Peitinger Bürgerstiftung.
Bürgerstiftung Peiting – Peiting.de
LAG AL-P Lokale Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel
Pressemeldungen:
Pressemitteilung der LAG AL-P vom 5.12.2025:
Lenkungsausschuss befürwortet neue LEADER-Projekte
zur Pressemeldung
Schongauer Narichten vom 2.2.26:
4000 Euro für den guten Zweck: Bürgerstiftung unterstützt heuer fünf Vereine
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