"Asoziale": Eine vergessene Opfergruppe
Mittwoch, 25. März 2026, 17 Uhr
Vortrag und Gespräch
Eine lange Zeit übersehene Opfergruppe sind randständige Menschen, die von den Nationalsozialisten als “asozial”, “arbeitsscheu” und “kriminell” gebrandmarkt wurden. Dabei handelt es sich meist um Menschen ohne festen Wohnsitz und ohne feste Arbeitsstelle, die ihren Lebensunterhalt mit Bettelei, aber auch kleineren Diebstählen bestritten. Um sie “zur Arbeit zu erziehen” wurden sie in Arbeitserziehungslager und letztlich in Konzentrationslager eingewiesen, wo sie durch einen “schwarzen Winkel” gekennzeichnet wurden. Viele verloren im Lager ihr Leben oder wurden als “unnütze Arbeiter” in Tötungsanstalten umgebracht.
Dr. Bernhard Lehmann von “Gegen Vergessen – für Demokratie” berichtet über Augsburger Biographien, Babette Müller-Gräper vom Lernort Sozialdorf Herzogsägmühle.
Der Vortrag findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Augsburg unter dem Thema “Machstätte: Erinnern, Lernen, Verändern” im Karo10 statt. Vom 17. – 26. März 2026 präsentieren dabei u.a. die verschiedenen Erinnerungs- und Gedenkinitiativen Augsburgs ihre Arbeit: Vielfalt der Erinnerungskultur(en). Im Mittelpunkt stehen dabei die verschiedenen Opfergruppen aus Augsburg, aber auch die KZ-Häftlinge und ZwangsarbeiterInnen aus ganz Europa, die in Augsburg für die Rüstungsindustrie arbeiten mussten.
Mehr Infos: https://www.geschichtsagentur-augsburg.de/ und https://www.augsburg.de/gegen-rassismus/machstaette-im-karo10
zur Website: https://www.augsburg.de/gegen-rassismus/machstaette-im-karo10