Veranstaltungen und Projekte
Veranstaltungen 2025
3.12.2025 Vortrag an der Straßenkreuzer Uni in Nürnberg
Am 3. Dezember hält der Lernort Herzogsägmühle unter dem Titel “Arbeit statt Almosen” einen Vortrag an der Straßenkreuzer Uni in Nürnberg. Dort kann man im Haus Großweidenmühle von 15:30 – 16:45 Uhr anhand des Diakoniedorfs Herzogsägmühle erfahren, wie sich Soziale Arbeit seit dem 19. Jahrhundert wandelte. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Zeit des Nationalsozialismus gelegt. In einem Vortrag zeigen Magdalena Nunhöfer und Fabian Leonhard anhand von Biografien betroffener Personen, wie dieses dunkle Kapitel aufgearbeitet wird. Dabei gehen sie auch auf die Rolle der Sozialen Arbeit im Nationalsozialismus ein.
Historische Bildung – Barcamp 2025: Verachtet – Verfolgt – Vergessen?
Die Opfer der NS-Gesundheitspolitik
Fachtagung mit Barcamp zur zeitgemäßen und nachhaltigen Bildungsarbeit
Termin: 28. November 2025
9 – 16 Uhr
(Eintreffen ab 9 Uhr, Start um 10 Uhr)
Ort: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (Interimsbau) und digital
Darum geht’s:
Wie können wir ein würdiges Gedenken an die Opfer der NS-Gesundheitspolitik ermöglichen und wie kann gleichzeitig eine zeitgemäße Geschichtskultur mit Bezügen zu heutigen Problemen und Fragestellungen gelingen?
Mögliche Diskussionsfelder:
Digitale Vermittlungsarbeit, Gedenken, (Angriffe auf die) Erinnerungskultur, biografische Auseinandersetzung mit Tätern, pädagogische und künstlerische Zugänge, Strukturen der NS‑Fürsorgepolitik, Zugangsmöglichkeiten zum Thema etc.
Gedenkfeier: Geschichte geht uns alle an
Mittwoch, 19. November 2025, 15 Uhr, Herzogsägmühle
Gedenken an die Opfer und Verfolgten der nationalsozialistischen Gesundheits- und Fürsorgepolitik (1933 – 1945)
- Treffpunkt um 15 Uhr am Denkmal „Ort der Erinnerung“, Herzogsägmühle
- Beiträge und Austausch im Foyer der Deckerhalle, Herzogsägmühle
Für eine Gesellschaft, in der die Würde jedes Menschen an erster Stelle steht.
Nur gemeinsam ist ein lebendiges Erinnern möglich!
Einladung zum offenen Arbeitstreffen: Gedenkfeier mitgestalten
Mittwoch, 17. September 2025, 16 – 18 Uhr
Ort: Seminarraum im Lernort, Werkstraße 2 in Herzogsägmühle
Lasst uns gemeinsam eine Gedenkfeier gestalten!
In einem offenen Treffen möchten wir gemeinsam Ideen sammeln für Beiträge zur Gedenkfeier für die Verfolgten der NS-Fürsorge- und Gesundheitspolitik in Herzogsägmühle in den Jahren 1934 –1945. Wir wünschen uns vielfältige Beiträge, die unterschiedliche Perspektiven auf die NS-Zeit und ihre Bedeutung für unsere Gegenwart sichtbar machen. Jede*r ist willkommen – ob mit einer konkreten Idee im Gepäck oder einfach zum Zuhören und Inspirieren lassen.
Wer nicht persönlich dabei sein kann, aber gerne teilhaben möchte, meldet sich unverbindlich
per Mail: ns-unrecht@herzogsaegmuehle.de.
Lasst uns gemeinsam ein Zeichen gegen das Vergessen setzen – für eine Gesellschaft, in der die Würde jedes Menschen an erster Stelle steht.
Gegenwart trifft Geschichte: Führung am Lernort Herzogsägmühle während des Wohnungslosentreffens
Rund 65 wohnungslose und ehemals wohnungslose Menschen kamen in Herzogsägmühle zusammen, um gemeinsam über politische Forderungen, soziale Gerechtigkeit und persönliche Erfahrungen zu sprechen. Ein besonderer Programmpunkt: Die Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte des Ortes am Lernort Herzogsägmühle – verbunden mit bewegenden Beiträgen von Teilnehmenden über Erinnerung, Teilhabe und die Bedeutung des Wohnens.
Seminartag an der Fachakademie für Sozialpädagogik der Diakonie Rummelsberg
Am 18. Juli 2025 fand im Rahmen des Bildungsprojekts ein Seminartag an der Fachakademie für Sozialpädagogik der Diakonie Rummelsberg statt. Unter dem Titel "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der Sozialen Arbeit" befassten sich angehende Erzieher und Erzieherinnen mit den Verfolgungsschicksalen stigmatisierter Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus. Ziel war es, historische Verantwortung sichtbar zu machen und eine werteorientierte Haltung für die eigene berufliche Praxis zu entwickeln.
Erinnern – Verstehen – Vermitteln: Seminartage mit der Universität Augsburg im Rahmen des Gedenkstättenzertifikats
Im Rahmen des Gedenkstättenzertifikats der Universität Augsburg kooperiert der Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Lernort Sozialdorf Herzogsägmühle, um neue Formen der Erinnerungskultur zu fördern. In einem mehrtägigen Seminar setzten sich Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen mit der NS-Gesundheitspolitik und der Geschichte Herzogsägmühles auseinander – sowohl theoretisch an der Uni als auch praktisch vor Ort. Besonders eindrücklich war die Arbeit mit historischen Originalakten, die eine kritische Auseinandersetzung mit ideologisch geprägten Quellen forderte. Im Mittelpunkt stand zudem das digitale Bildungsprojekt des Lernorts, das neue Wege der Vermittlung von Geschichte eröffnet und von den Teilnehmenden positiv bewertet wurde. Die Exkursion nach Herzogsägmühle machte deutlich, dass Erinnerungskultur ein lebendiger, oft auch herausfordernder Prozess ist, der Beteiligung und Offenheit verlangt.
Erinnern heißt Haltung zeigen: Rückblick auf den interaktiven Fachtag an der Katholischen Hochschule NRW in Münster
Am 21. Juni 2025 fand ein interaktiver Fachtag an der Katholischen Hochschule NRW im Rahmen des Bildungsprojekts statt. Unter dem Titel “Der Zentralwanderhof Herzogsägmühle – Ein Beispiel für Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der Sozialen Arbeit während der NS-Zeit” widmeten sich Studierende der Sozialen Arbeit der Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik und ihren Auswirkungen bis in die Gegenwart– und sie beschäftigten sich mit der Frage, was das für ihr berufliches Selbstverständnis heute bedeutet.
Erste Durchführung des Blended Learning Seminars des Lernorts Sozialdorf Herzogsägmühle
Mitte Mai bis Mitte Juni 2025 hat das erste Blended Learning Seminar mit Studierenden der Sozialen Arbeit der Technischen Hochschule Augsburg stattgefunden. In mehreren digitalen Lerneinheiten und Präsenzveranstaltungen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Geschichte der nationalsozialistischen Gesundheitspolitik, setzten sich mit der dahintersteckenden Ideologie auseinander und lernten verschiedene Biografien von Verfolgten und Tätern kennen.
Interaktiver Fachtag "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage"
Lernen für heute und morgen – Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts „Verachtet – Verfolgt – Vergessen: Die Opfer der NS-Gesundheitspolitik“
Montag, 31. März 2025, 8:30 – 16 Uhr
Herzogsägmühle, HEP-Schule
Wie prägt die Vergangenheit unsere Gesellschaft heute und welchen Einfluss hat sie auf meine zukünftige Arbeit? Im Rahmen des interaktiven Fachtags "Schule ohne Rassismus" blicken wir gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Fachschule Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe in Herzogsägmühle auf die Verfolgten der NS-Gesundheitspolitik. Im Laufe des Fachtages setzen wir uns mit Begrifflichkeiten, Biografien von Opfern und Tätern sozialrassistischer Verfolgung, sowie den Auswirkungen historischer Ereignisse auf den Beruf heutzutage auseinander.
Das Programm stärkt nicht nur das historisches Wissen, sondern fördert auch den Austausch miteinander, regt zur Selbstreflexion an und stärkt die tägliche Arbeit mit den Hilfeberechtigten heute und in Zukunft.
Erzählcafé im Frühling: Erinnern an die Verfolgten des Nationalsozialismus in Herzogsägmühle
Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts "Verachtet – Verfolgt – Vergessen: Die Opfer der NS-Gesundheitspolitik"
Freitag, 28. März 2025, 14 – 17 Uhr
Herzogsägmühle, genauer Ort wird noch bekannt gegeben
Im Rahmen eines Erzählcafés möchten wir gemeinsam mit Angehörigen von NS-Verfolgten über das Thema "Erinnern an die Verfolgten des Nationalsozialismus in Herzogsägmühle von 1933 bis in die Nachkriegszeit" sprechen. Nach einer kurzen historischen Einführung zur Geschichte von Herzogsägmühle und der Vorstellung einzelner Lebensgeschichten der Verfolgten, wird Raum gegeben für ein offenes Gespräch über die Biografien, Schweigen in der Familie, Stigmata und vieles mehr.
Wir möchten mit den Angehörigen der Verfolgten ins Gespräch kommen und laden alle Interessierten dazu ein, bei einer Tasse Tee oder Kaffee Fragen zu stellen, Gedanken zu teilen und sich mit den Erfahrungen der Betroffenen und ihren Familien auseinanderzusetzen. Ziel ist es, einen Raum für Austausch, Verständnis und das Gedenken an die Verfolgten zu schaffen. Es ist ein offenes Format, bei dem jede*r zu Wort kommen kann und das Kennenlernen im Mittelpunkt steht.
Es besteht die Möglichkeit, im Rahmen des Projekts an einer Schreib- und Geschichtswerkstatt teilzunehmen und sich über eine digitale Plattform auszutauschen.
Für die Teilnahme bitten wir um eine kurze Anmeldung unter:
ns-unrecht@herzogsaegmuehle.de