Der Lernort Sozialdorf Herzogsägmühle erhält LEADER-Fördermittel in Höhe von 175.000 Euro

Ein Sozialdorf wird Lernort. Der Grundstein wurde 2014 mit der Eröffnung der Herzogsägmühler Ausstellung gelegt. Für die Fortführung des Projekts wurde jetzt ein Förderbescheid über 175.000 Euro aus LEADER-Mitteln überreicht.

Der Lernort Sozialdorf Herzogsägmühle hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Entwicklungen und gegenwärtigen Debatten des Sozialen in der Gesellschaft darzustellen und erlebbar zu machen. Mit der Ausstellung "Im Abseits oder Mittendrin? 120 Jahre Herzogsägmühle", die bereits rund 1.500 Besucher nach Herzogsägmühle lockte, wurde in Projektphase 1 der Grundstein gelegt. Bis Ende 2018 soll das Projekt umfassend weitergeführt werden. Es folgen weitere inklusive Maßnahmen und Angebote, die das Dorf zum Erlebnisraum werden lassen und die Etablierung des Lernorts als Bildungs- und Kommunikationsort vorantreiben. 

Feierliche Bescheid-Übergabe

Im Oktober 2016 luden der Herzogsägmühler Verein für Dorfentwicklung unter Vorsitz von Andreas Kurz und Direktor Wilfried Knorr zu einer kleinen Feierstunde in die „Jungkolonie“ nach Herzogsägmühle ein. Die 175.000 Euro Zuschuss wurden in Form eines LEADER-Zuwendungsbescheides von Ethelbert Babl (LEADER Koordinator Allgäu – westliches Oberland), Bruno Bernhard (Bewilligungsstelle beim AELF, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten) und Kirsten Hosse (LAG AL-P, Lokale Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel e.V. in Schongau) übergeben. 

Gelebte Inklusion sichtbar machen

Laut Bruno Bernhard ist es gerade das Thema Inklusion, das das Lernort-Projekt aus förderpolitischen Gesichtspunkten so wertvoll macht. Schließlich ist Herzogsägmühle Anschauungsort für die praktische Umsetzung und das Erleben des Sozialen – damals wie heute. Entsprechende Bürgerbeteiligung sorge für Nachhaltigkeit und sei durch den Verein für Dorfentwicklung und Landespflege Herzogsägmühle e.V. bestens gewährleistet. Zudem komme der Vernetzungsarbeit eine besondere Bedeutung zu. Bernhard verwies auf die gelungene Zusammenarbeit mit Bildungs- und Kultureinrichtungen – der Lernort blickt auf Kooperationen mit Hochschulen, weiterführenden Schulen und der Museumslandschaft in der Region zurück. Ein Miteinander, das weiter ausgebaut wird, auch über die Region hinaus.

Das Dorf wird zum Erlebnisraum

Teil der neuen Projektarbeit wird die Entwicklung verschiedener Themenwege sein, die zeitgemäß digital als mediale Pfade umgesetzt werden und das ganze Dorf mit einbeziehen. Nutzer können mithilfe von Tablet oder Smartphone Informationen über Geschichte, Menschen und Gebäude sammeln. Die Inhalte sollen je nach Zielgruppe (Schüler, Studenten, Besuchergruppen) verschieden aufbereitet sein. Entweder infomrativ oder spielerisch in Form einer modernen Schnitzeljagd.Für Menschen mit Handicap sollen Tastmodelle, Hörstationen, Videobeiträge oder historische Aufnahmen eingefügt werden. Jeder kann so viel und umfassend in das Thema einsteigen, wie er möchte. Ein erster themenweg mit dem Titel "Was ist Heimat?" soll bereits in einem Jahr umgesetzt sein, zwei weitere Themenwege folgen im Anschluss.

Etablierung einer Geschichts- und Lernwerkstatt

Ein anderes Vorhaben steht ebenso an: Bildungseinrichtungen erhalten die Möglichkeit, mittels archivpädagogischen Zugängen, Schulungsmappen für Workshops und Unterrichtsmaterialen Geschichtsforschung zu betreiben. Ein besonders spannendes Vorhaben ist dabei ein weiteres P-Seminar mit dem Welfen-Gymnasium Schongau: Eine Schülergruppe entwickelt in Kooperation mit der „Stiftung Zuhören“ des Bayerischen Rundfunks verschiedene Audioguides. Die Hörbeiträge über Herzogsägmühler Geschichte und Geschichten werden in das Gesamtkonzept der Themenwege integriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ort für Recherche und historischer Aufarbeitung

Weiter soll mit der Digitalisierung des historischen Archivs ein Ort der Recherche entstehen, der regional und überregional an Bedeutung gewinnt. Fotos, Dokumente und das stetig wachsende Zeitzeugenforum sind dann medial abrufbar. Um das umfangreiche Archivmaterial auch museumspädagogisch zu nutzen, wird die Dauerausstellung um die historische Aufarbeitung zweier wichtiger Kapitel der Sozialen Arbeit ergänzt: Die Heim- und Behindertenfürsorge in der Nachkriegszeit in den 1950er und 1960er Jahren und die Reformimpulse durch die Psychiatrieenquete in den 1970er und 1980er Jahren. In Zusammenarbeit mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern werden inklusive Methoden der Museumsarbeit entwickelt, übertragen und erprobt.

 

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