Herzogsägmühle kooperiert mit dem Freilichtmuseum Glentleiten

Eine gelungene Verbindung von sozialer und kultureller Welt in Zeiten der Inklusion

Herzogsägmühle präsentiert im Freilichtmuseum Glentleiten die Wanderausstellung „Im Abseits oder Mittendrin? 120 Jahre Herzogsägmühle“. Eröffnet wurde die historische Ausstellung im Rahmen der Feierlichkeiten zum Start in die Museumssaison 2016. Andreas Kurz - Fachbereichsleiter und Vorsitzender des Dorfvereins in Herzogsägmühle - freut sich über die Kooperation von sozialer Einrichtung und Museum für eine gelingende Inklusion.

Saisoneröffnung und Startschuss zur Herzogsägmühler Sonderausstellung

Am Josefi-Tag, den 19. März, fand die Saisoneröffnung in Glentleiten statt, eine Saison, in der das Freilichtmuseum seinen 40. Geburtstag feiert. Als besonderer Programmpunkt wurde die Sonderausstellung über Herzogsägmühle vorgestellt. Sie zeigt die wechselvolle Geschichte dieses Ortes, von der Gründung als Arbeiterkolonie 1894 bis zum heutigen modernen Sozialdorf und spart dabei auch die Zeit als „Zentralwanderhof“ im Rahmen der nationalsozialistischen Zwangsfürsorge nicht aus. Thematisiert wird zudem der Beginn als Fürsorgeheim der Inneren Mission München,  als Teil der Historie deutscher Sozialstaatlichkeit.

Museumsdirektorin Dr. Monika Kania- Schütz verwies in ihrer Eröffnungsrede auf das gemeinsame Thema „Leben, Wohnen und Arbeiten im ländlichen Oberbayern“, das die Herzogsägmühler Ausstellung um die soziale Dimension der Wanderarbeiter in dieser Zeit ergänzt. Andreas Kurz fügte hinzu: „Inklusion ist eben mehr als ein barrierefreier Zugang zu Gebäuden oder Orten. Es geht auch darum, über gemeinsame Angebote von sozialen und kulturellen Trägern die Barrieren im Kopf abzubauen.“

Präsentation des inklusiven Museumsprojekts Wagnerhäusl

Als weiterer Höhepunkt des Eröffnungsnachmittags wurde ein Novum auf der Glentleiten vorgestellt: Über den Winter ist das seit 1981 an der Glentleiten stehende Wagnerhäusl aus Brandstätt (Lkr. Rosenheim) überarbeitet und mit einer inklusiven Präsentation versehen worden. Es soll blinden und sehbehinderten aber auch sehenden Besuchern gleichermaßen ermöglichen, das Leben in einem Kleinanwesen während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu entdecken.

Bezirkstagspräsident und Ehrengast Josef Mederer betonte die Vorreiterrolle, die das Freilichtmuseum mit der Neueröffnung des Wagnerhäusls einnimmt. Genauso wie im sozialen Bereich, in dem die Entwicklung von der Fürsorge hin zur Teilhabe seit längerem angestoßen ist, müsse auch in der Museumslandschaft Kultur und Kunst inklusiv vermittelt werden. Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern unterstützt das Projekt. Deren Leiterin, Dr. Astrid Pellengahr, konnte als weiterer Ehrengast bei der Eröffnung begrüßt werden. Sie beschreibt den Prozess hin zur Inklusion als wichtige Erweiterung im Museumsbereich. „Teilhabe für alle“ bedeute für Kulturschaffende, neue Welten zu erschließen und in einem partizipativen Miteinander von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zu arbeiten. Herzogsägmühle setzt in der Geschichtsarbeit ebenso inklusive Vermittlungstechniken um. Besucher der Wanderausstellung können etwa das dazugehörige Begleitheft in „Leichter Sprache“ einsehen. Dabei konnten die Ausstellungsmacher auf die Expertise zurückgreifen, die die soziale Einrichtung als Ort gelebter Inklusion bietet.

Biographische Zugänge machen Geschichte erlebbar

Weitere Besonderheit des Wagnerhäusls ist der Raum „Lebensgeschichten“. Hier sind vier Lebensläufe von sehbeeinträchtigten Menschen und ihre alltäglichen Herausforderungen dargestellt. Über einen biographischen Ansatz vermittelt auch die Herzogsägmühler Ausstellung ihre Inhalte: Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die die soziale Einrichtung auf sehr unterschiedliche, zum Teil auch tragische Weise erlebt haben – Bewohner wie Betreuer. Zeitzeugeninterviews und Biografien eröffnen sehr persönliche Zugänge.

Ferienprogramm im Freilichtmuseum

Mit dem Saisonauftakt beginnen in Bayern auch die Osterferien. Das Freilichtmuseum bietet in dieser Zeit fast täglich Programme für Kinder und Familien an. Die Ausstellung „Im Abseits oder Mittendrin? 120 Jahre Herzogsägmühle“ wird im Eingangsgebäude der Glentleiten bis 1. Mai präsentiert. Das gesamte Programm ist Öffnet externen Link in neuem Fensterhier einsehbar.

 

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Die Bilder zur Eröffnung

 
 

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